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Scientific Skills

Variativer Spracherwerb (Promotionsthema)

Im Wesentlichen versuche ich mit dieser Arbeit kindlichen Spracherwerb unter variationslinguistischer Perspektive zu untersuchen, d.h. welche regionalen/dialektalen Varianten werden unter welchen kommunikativen Bedingungen erworben. Dazu wird konkretes Sprachmaterial der Kinder in ihren Familien und mit Freunden  generationsübergreifend in verschiedenen Kommunikationssituationen erhoben und analysiert. Nach einer aufwendigen Entwicklung kindgerechter Methoden, werden nun sukzessive Sprachdaten mit Kindern aus der Kleinstadtregion Wittlich/Eifel erhoben.

  • (i.E.) Varietäten- und Variationserwerb. Methodologie und Arbeitsbericht einer empirischen Studie zum Erstspracherwerb im Westmitteldeutschen (Wittlich/Eifel). — In: Christen, Helen / Haas, Walter (i.E.) (Hgg.): Alemannische Dialektologie: Wege in die Zukunft. 16. Tagung für alemannische Dialektologie an der Universität Freiburg/Schweiz vom 7.-10. September 2008. — Stuttgart: Steiner (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beiheft).

Sprachliche Synchronisierung (Magisterarbeit)

Im Zentrum der Sprachdynamik-Theorie, die derzeit von Schmidt/Herrgen (i.E.) entwickelt wird, steht ein individuell kognitiver Prozess, der als Synchronisierung bezeichnet wird, und die Tatsache beschreibt, dass Individuen ihre partiell differierenden Sprachkompetenzen in sprachlicher Interaktion “abgleichen”. Mit diesem neuen theoretischen Ansatz habe ich mich in meiner Magisterarbeit theoretisch und empirisch auseinandergesetzt, in dem ich eine erste empirische und vor allem methodische Sondierung vorgenommen habe.

Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, wie sich kognitive Umstrukturierungen bzw. Ergän­zungen durch den Abgleich von Sprachproduktions- und Sprachverstehensakten erstens methodisch auf der Ebene sprachlichen Verhaltens fassen lassen und zweitens wie diese in einem Fallbeispiel aussehen. Als konkretes Beispiel dient der Sprachgebrauch einer Informan­tin, die dauerhaft ihre regionalsprachliche Primärumgebung (alemannisch) gewechselt hat und in ihrer neuen sprachlichen Umgebung (moselfränkisch) in vier synchroni­sierungs­relevanten Situationen aufgezeichnet und variablenanalytisch auf phonetisch/­phono­logischer/morpholo­gischer Ebene analysiert wird. Die Analysen zeigen, dass die kommunikativen Anforderungen der neuen Umgebung zu einer Anpassung der aktiven Kompetenz der Informantin führten: Ein Teil der exklusiv alemannischen Varianten wird in der Kommunikation mit Sprechern der neuen Umgebung mit standardsprachlichen oder sogar moselfränkischen Varianten ersetzt.

Im Gesamtergebnis wird deutlich, dass die individuellen Synchronisierungseffekte, die sich für die Informantin aus dem Kontakt mit Sprechern beider Regionalsprachen ergeben, für die Theorie sprechen und sich somit die Dynamik von Sprache erklären lässt.

  • (i.E.) Individuelle Varietätenkompetenz und kommunikative Anforderungen. Binnenmigration und sprachliche Synchronisierung zwischen Schwäbisch und Moselfränkisch. — In: Katerbow, Matthias / Werth, Alexander (i.V.) (Hgg.): Moderne Regionalsprachen als multidimensionales Forschungsfeld. — Hildesheim: Olms (Germanistische Linguistik).
  • (2005) Synchronisierung. Eine empirische Untersuchung im Rahmen der Sprachdynamik-Theorie. — Marburg: Philipps-Universität (unveröffentlicht).

Zuletzt aktualisiert: 17.05.2010 · Matthias Katerbow

 
 
 
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